Die Arbeitswelt im Handwerk steht an einem Wendepunkt. Fachkräftemangel, Generationenwechsel, Digitalisierung und steigende Lohnkosten stellen Betriebe vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig gewinnen Werte wie Transparenz, Mitbestimmung und gemeinsame Verantwortung immer mehr an Bedeutung – sie sind entscheidend für die Attraktivität als Arbeitgeber und für die langfristige Zukunftsfähigkeit des Handwerks.
Unsere Studie richtet sich an inhabergeführte, lokal verwurzelte Handwerksbetriebe, deren Existenz zunehmend unter Druck steht. Ähnlich wie einst die „Tante-Emma-Läden“ drohen auch viele traditionelle Handwerksunternehmen vom Markt verdrängt oder von Konzernen übernommen zu werden – obwohl sie als Arbeitgeber, Ausbilder und soziale Partner in ihren Regionen unverzichtbar sind.
Zwei zentrale Ursachen gefährden die Zukunft vieler Betriebe:
- Hohe Inhaberabhängigkeit, die Nachfolge und Weiterführung erschwert.
- Unattraktive Unternehmenskultur, die den Erwartungen junger Fachkräfte kaum entspricht.
Die Studie untersucht, wie offen das Handwerk für eine moderne, mitarbeiterorientierte Führungskultur ist – und welchen Einfluss diese auf den wirtschaftlichen Erfolg hat. Durch die getrennte Befragung von Unternehmern und Mitarbeitenden werden neue Perspektiven sichtbar und praxisnahe Lösungsansätze entwickelt, um Handwerksbetriebe jeder Größe zukunftsfähig aufzustellen.